Über uns

New Independent Multimedia Network & Campus

New Independent Multimedia Network & Campus ist eine unabhängige regionale Medienplattform der Journalisten und Medienexperten, die als Hauptziel den Beitrag zur Verbesserung der Qualität des journalistischen Berufs hat, durch analytische Arbeit, Bildung und Veröffentlichung von Arbeiten der Journalistinnen und Journalisten aus allen Gebieten des Westbalkans – ohne Zensur und Beschränkungen, die die Natur der verschiedenen Medien auferlegt.

Die Reformen, welche die Staaten des Westbalkans im Rahmen des EU-Integrationsprozesses auf allen Ebenen durchführen, verlangen eine wesentliche Reform der Gesellschaft, besonders wenn es um den Journalistenberuf geht. Auf der anderen Seite legt die kontinuierliche negative und destruktive Synergie von verbaler Aggression auf der öffentlichen politischen Szene und die Krise in den Medien in den westlichen Balkanländern eine professionelle, ethische und moralische Verpflichtung der Leistung von adäquater Reaktion jedem Journalisten auf, besonders dem Jugendlichen, der erst noch die Stütze des öffentlichen Wortes werden soll auf diesen Gebieten. Die Reaktion, die nicht durch „für“ und „gegen“ bedingt ist, sondern die eine zielgerichtete und bewusste, professionell und gesellschaftlich engagierte Arbeit an den Themen verlangt, die heute einen unüberblickbaren Raum für das Spin Design und das oberflächliche Info-tainment darstellt.

Die starke Zunahme von sozialer Intoleranz, Arroganz und Aggressivität durch die Nutzung der sozialen Netzwerke und die Möglichkeiten des gesellschaftlichen Engagements per Internet verlangen zusätzlich ein gezielteres Engagement an der Professionalisierung des Medienbereichs. In diesem Kontext wird besonders die Notwendigkeit der Affirmation und der gleichzeitigen Bildung neuer Generationen von Journalisten hervorgehoben, die mit finanziellen und anderen Interessen konfrontiert werden, welche die Unabhängigkeit und die Zukunft ihres Berufs bedrohen. Ein unvermeidliches Segment des Bildungsprozesses sind auf jeden Fall auch die jahrelang aktiven Journalisten, die das Bewusstsein über die kontinuierliche Fortbildung haben.

Das, was vielleicht die größte Herausforderung ist, ist die Tatsache, dass jede Art von Medienbildung und von Professionalisation für die Journalisten aus diesen Gebieten finanziell und organisatorisch fast unerreichbar ist. Diese Initiative wurde mit Hilfe von anfänglichen Spendengeldern nur zu Zwecken der Vernetzung der Journalisten in der Region gebildet und als solche verlangt sie keine finanziellen Investitionen (die gewöhnlich der Anfang und das Ende jeder Unabhängigkeit sind). Obwohl von dem finanziellen Einfluss befreit, wird die Bildungskomponente dieser Plattform einen formalen Beweis über den außerordentlichen Erfolg an den Medienstudien verlangen, d. h. die Empfehlung der Redaktion wie auch die kontinuierliche Widmung der Arbeit.

ZIELE

New Independent Multimedia Network & Campus hat das Ziel, den Journalisten aus allen Gebieten des Westbalkans eine neue Plattform anzubieten, in deren Rahmen sie die Möglichkeit haben werden:

  • Ihr bisheriges Wissen und ihre Fähigkeiten zu fördern und zu optimieren, durch die Zusammenarbeit mit anerkannten Journalisten und Medienfachleuten aus den bekanntesten regionalen und globalen Medienhäusern.
  • Die Techniken und Fähigkeiten, die sie während diesem gelegentlichen Engagement an den Projekten NIMNEC erwerben werden, im Rahmen der regelmäßigen Arbeit in ihren Redaktionen anzuwenden, aber auch im Rahmen des News Portals, das Teil der Aktivität unseres Netzwerks sein wird.
  • Gemeinsam eine Plattform zu bilden, die ihnen die Möglichkeit geben wird, nach dem erworbenen Wissen und der erworbenen Technik ihre Arbeit in gedruckter-, Video- oder Audioform zu veröffentlichen und den Medienbereich auszunutzen, den diese Plattform bestimmt haben wird als regionale Medieninitiative.
  • Ein professionelles Netzwerk und eine Datenbank der Kontakte, der Themen, der Gesprächspartner und der Quellen herzustellen, die sie in der weiteren professionellen und persönlichen Entwicklung benötigen werden.
  • Ein klares Bild zu bekommen über die Region des Westbalkans heute, die Vernetzung und die Verbindung der Forderungen, der Reformprozesse, der Herausforderungen und der Gelegenheiten, welche der Integrationsprozess impliziert.

CHRONOLOGIE

Nach fast einem Jahr an Konsultationen, Sitzungen und Überlegungen auf dem regionalen Niveau, wie auch auf den Niveaus der einzelnen Staaten, Städte, Redaktionen und auch Individuen, Journalisten, Medienfachleute, Jugendlichen, die sich noch immer im Lernprozess befinden, alle zusammen, kamen wir zu dem Beschluss, dass das Grundproblem der Krise des Journalistenberufs gerade in dem tastbaren Mangel einer Form von Plattform liegt, die jedem Journalisten und jeder jungen Person in der Medienwelt Räumlichkeit, Breite, Fähigkeiten und Techniken bieten würde, mit denen sie durch Schreiben und Arbeit ihren Beitrag zu der gesamten Genesung des Medienbereichs leisten.

Anfang 2014 diagnostizierten einige Journalisten und Individuen, Prominente in den Bereichen Kultur und Literatur, einen vollständigen Einbruch aller Standards der öffentlichen Kommunikation, auf allen Niveaus in den Übergangsgesellschaften des Balkans.

Mit dem grossen Wunsch, dass diese Gespräche nicht nur auf dem Niveau der Feststellung bleiben, sondern dass eine konkrete Lösung angeboten wird, welche sowohl den schon aktiven Journalisten der westlichen Balkanländer helfen würde, als auch denjenigen, die erst Teil der öffentlichen Szene werden sollen, entstand im Herbst des letzten Jahres die erste Kontur dessen, was wir jetzt Mediennetzwerk und zukünftiger Campus der Region nennen.

Es waren einige Monate erforderlich, Ideen auszutauschen, Lösungen anzubieten, Kriterien zu bestimmen und die Plattform zu formen.

Die Aufgabe, das Netzwerk im Namen von etwa zehn Enthusiasten, die fast ein Jahr lang an diesem Projekt arbeiteten, vorzustellen und zu starten, wurde dem Journalisten Milan Jovanovic anvertraut, wie auch dem Regisseur und Publizisten Professor Stanko Crnobrnja. Sie sahen danach durch Kontakte mit vielen Professoren, Journalisten, Akademikern, Schriftstellern, Experten aus der Mediengemeinschaft ein, dass ein unüberblickbarer Bereich besteht, der ein konkreteres Engagement verlangt an der Durchführung einer solchen Idee. Nach zahlreichen Sitzungen in Belgrad, Sarajewo, Nis, Zagreb, Podgorica, Novi Sad.... Beratungen mit Kollegen, Reisen in der Region, wurden auch die formalen Bedingungen erworben für die Entstehung des ersten regionalen unabhängigen Netzwerks, das wirklich nur für die Journalisten, durch die Journalisten und für die Journalistik auf dem Westbalkan funktionieren wird.

Nach der ersten Sitzung Anfang Februar 2015 in Kragujevac wurde die Entscheidung gefällt, dass man mit der Realisation des Projekts des Netzwerks und des Campus beginnt.

Unser Netzwerk bekommt am 20. Februar auch die formale Form in Form eines Web Portals, gerade eines Portals für Journalisten, Forscher und all diejenigen, die sich verbessern, aktualisieren oder ihre analytische Arbeit und ihren Text veröffentlichen wollen an einer Stelle, die nicht durch Politik, Redaktionswesen oder die täglichen politischen Unruhen kompromittiert ist.

GESCHICHTE

Die neunziger Jahre wurden in den westlichen Balkanländern durch den Krieg, den Fall des Kommunismus, den Aufstieg des Nationalismus, durch den wirtschaftlichen und moralischen Zusammenbruch markiert. Die politischen Eliten in den ehemaligen jugoslawischen Republiken haben die Medien vollständig instrumentalisiert und sie als Mittel für die Verbreitung von Nationalismus, Fremdenfeindlichkeit, Geschlechts-, Religions- und andere Formen von Diskriminierung und Intoleranz benutzt. Der Anfang der Kriege im Westbalkan bedeutete praktisch den Untergang des journalistischen Berufs. Die Macht der Medien wurde missbraucht und die Journalisten versetzten sich in die Funktion der Kriegsmaschinerie. Der Informationskrieg hatte oft schwerwiegendere Folgen als der Waffenkrieg. Dies spiegelt sich gerade in der Situation, mit der wir, als Gesellschaft in einem zu langen Prozess der Transition, auch heute konfrontiert sind, 20 Jahre nach der formalen Beendung der Kriegszerstörungen. Die Länder des Westbalkans sind weiterhin im Rückstand gegenüber dem Rest Europas wenn es um die Gründung der Grundinfrastruktur geht für die Rechtsstaatlichkeit und den demokratischen Diskurs in der öffentlichen Sphäre.

Dem Bericht von Freedom House für das Jahr 2014 nach, wurden alle Länder des Westbalkans als „medienmässig teilweise freie“ Länder beurteilt.

Die Pakete der Mediengesetze, welche der Reihe nach die Länder des Westbalkans im Prozess der EU-Integration verabschiedeten, entsprechen in größtem Masse den Rechtsrahmen, in denen die Medien in den entwickelten Demokratien funktionieren, aber dafür folgen sie am wenigsten den Herausforderungen, womit die Medien in diesen Gebieten auch weiterhin konfrontiert sind. Diese Herausforderungen spiegeln sich direkt in dem kontinuierlichen Druck verschiedener Gruppen und Interessen wider - Magnaten, Politiker, Chefs der Kriminalität und der Unterwelt oder gar Mitglieder der entfremdeten und unkontrollierten Teile oder Reste der Sicherheitsdienste. Unter dem Deckmantel der Medienfreiheit wurde die Anarchie etabliert, in der die Medien als Plattform für die Erledigung bestellter Texte, politischer Unterstellungen, sensationeller Informationen, persönlicher Abrechnungen benutzt wurden... Tabloider, inszenierter Journalismus wurde dominant. "Die Verbesserung " des Medienrechtsrahmens ist seit langem nur ein Phänomen des Politik- und Parteiparallelismus, worunter verstanden wird, dass jede neue Regierung das Recht hat, den Medienraum nach eigenem Ermessen zu regeln und dies gerade durch den Besitz dieser gleichen „unabhängigen“ Journalisten und Medienfachleute in den Arbeitsgruppen für die Verabschiedung von Gesetzen. Die Institutionalisation der Medienpolitik ist vollständig abwesend in den Reformprozessen in den meisten Ländern des Westbalkans.

Der Journalistenberuf fällt durch die Jahre der Transition aus dem Postkonflikt- und dem Postautoritärkontext in den demokratischen immer tiefer. Vollständig ohne Einfluss in Hinsicht auf die Besserung der Berufsqualität, die Durchführung des Kodex und des Journalismusstandards, haben die Fachvereine die untereinander wegen politischen und finanziellen Zielen in Konflikt stehenden Interessensgruppierungen vertreten. Der Medienklientelismus im öffentlichen Bereich des Westbalkans ist heute nicht nur ein Phänomen, sondern ein dauerhafter Zustand der Dinge, der scheinbar nur an Transformations-, Reorganisations- und Regenerationsmacht politisch-wirtschaftlicher Netzwerkinteressen gewinnt.

Die vollständige Abwesenheit des analytischen Journalismus als Genre führte dazu, dass schnelle, nicht überprüfte und nicht selten fabrizierte Informationen in Form von Kurznachrichten, Halb-Berichten oder bestellten Spalten und „Analysen“ das charakterisieren, was von den Journalismusformen in den Druck- und Onlinemedien übriggeblieben ist. Der Journalismus wurde auf die Herstellung von Sensationen, die Platzierung von falschen Informationen, die Zerstörung der Privatsphäre, Erpressung reduziert. Die oberflächliche Analyse könnte ein solches Erscheinen durch den Marktbedarf an tabloidem, sensationalistischem Journalismus rechtfertigen; die Folge der Kriminalisierung und des Showbiz der ganzen Gesellschaft. Aber durch detaillierte Einsicht in den Inhalt und die jahrelange Überwachung der Inhalte in den elektronischen- und Druckmedien, durch Trendbeobachtung kann man schließen, dass die Themen aus der Welt des Showbiz und aus dem kriminellen Milieu dazu dienten, die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit zu erregen. Hinter dieser „bunten“ Oberfläche von Skandalen, Affären, Sensationen stecken ernste Versuche der Destruktion der Gesellschaftsreformen, der Obstruktion der wirtschaftlichen Entwicklung, Geschäftsinteressen und in einzelnen Situationen auch der Bedrohung des elementaren Rechts auf Leben. Deshalb ist es ziemlich unpräzise, die Prozesse, die in den Medien passieren, mit dem negativen Begriff Tabloidisierung zu bezeichnen – weil es Tabloide überall in der Welt gibt und sie selbst gar nicht problematisch sein müssen, wenn ein Gegengewicht besteht: ernste Medien und Texte, basierend auf mehrfachen Überprüfungen der Quellen, Inhalten auf Basis von detaillierten Forschungen, Tatsachenanalysen. Aber im Westbalkan wurde der Tabloid- oder der „Pistolen“-Journalismus zum Mainstream: dominant und fast das einzige, was es in dem Medienangebot gibt. Sehr rentabel, in manchem Sinne sogar „einflussreich“, entpuppt sich dies als ein großes Mediengeschäft .

Die Notwendigkeit für die Alphabetisierung der öffentlichen Meinung wurde schon lange als Bedingung gesetzt, aber auch die Diagnose für die Region. Die Einführung der Medienalphabetisierung in das Bildungscurriculum ist, unter anderem, eine der wesentlichen Weisen, in den öffentlichen Bereich das zurückzuholen, was man unter der kritischen Öffentlichkeit versteht. Denn in der Vielzahl von „Analytikern“, von selbsternannten „Experten für alles“, Kommentatoren und Bloggern (denen es oft neben der Medienbildung auch an Grundbildung fehlt), kann nicht von kritischer Öffentlichkeit und starker öffentlicher Meinung die Rede sein, die das soziale Potenzial hat, den derzeitigen Zustand in der Gesellschaft zu ändern.

Die Erscheinung von neuen Technologien in den Medien, des Internets und der Web-Journalistik, brachte ein Erzittern auf den Medienmarkt. Klassische, traditionelle Medien, vor allem gedruckte, verloren langsam den Kampf gegen die Internet-Portale. Das Erzittern auf dem Medienmarkt und die finanziellen Interessen des Medienbesitzers führten dazu, dass der einzig wirtschaftlich rentable Journalismus derjenige bleibt, der schon im Titel endet und der auf den Wettbewerb in Brutalität, Verfolgung und Verletzung der Privatsphäre hinausläuft. Somit wurde der öffentlichen Diskurs auf eine verkommene, perverse Form der Kommunikation reduziert: aggressive Mitteilung unüberprüfter, falscher Informationen, offener Lynch ohne Verantwortung für den veröffentlichen Inhalt.

Gleichzeitig wurde das Interesse der internationalen Gemeinschaft für die Zustände hier durch den Beginn der Stabilisierung des Balkans in politischem und wirtschaftlichem Sinne vermindert. Die Tatsache, dass die Kriegszerstörungen zu Ende waren, dass sich die Hauptkriegssymbole im Haager Tribunal befanden, dass trotz zahlreicher Obstruktionen demokratische Prozesse in den Ländern des Westbalkans begannen - verlagerte den Schwerpunkt der internationalen Geber in Europa und Amerika, bei der Brüssel- und Washington-Verwaltung.

Solche Prozesse hatten besonders Einfluss auf die Zugehörigen der sogenannten Zivilgesellschaft. Die geerbte Stigmatisation und Intoleranz wegen einstiger Regime- und Politikeroppositionen, die die Hauptprotagonisten und Promoteure der nationalen- und Kriegskonflikte waren, belastet nun zusätzlich die Situation, in welcher das erwartete gesellschaftliche Engagement des Zivilsektors Formen von Marktwettbewerb für Stiftungen annimmt, gelegentlich auch Versuche der Enthüllung und Herstellung von Affären einschließend, sogar dort, wo es sie gar nicht gibt.

Unbestritten ist, dass die Zivilsektoren und auch die Medien äußerst wichtig sind für ds Funktionieren einer Gesellschaft. Das schliesst vor allem Bildung, Schulung, das Kennen und die Analyse von Tatsachen, die Qualitätskonkurrenz ein. Das ist der beste Weg für das Unterdrücken politischer Überzeugungen, einzelner Interessen, Berichtmontierungen, Produktion von Affären, natürlich mit einem Benehmenskodex, Ethik und Moral, welche die demokratischen und humanen Gesellschaften annehmen.

Der Journalistenberuf ist gefährdet!“ – die Parole, die man oft hören kann von den Medienangestellten. Diese Feststellung ist wahr. Die derzeitige Situation in diesem Beruf kann noch drastischer beschrieben werden – der Journalismus droht zu verschwinden?! Für einen solchen Zustand sind leider am meisten die Journalisten selbst schuld: durch falsche Taten, aber auch Nicht-Taten, politische Unterdrückung, von Finanzinteressen geführt und nicht von professionellen Standards trugen sie dazu bei, dass die Medien in diesen Gebieten statt Korrektur der Gesellschaft, seine Anomalie wurden.

Nach jahrelangen Kriegen befindet sich der Balkan, unter den Bedingungen der großen Weltkrise, der finanziellen Erschöpfung und der politischen Erschütterungen in der Region vor der Herausforderung, langfristige Lösungen zu finden, den Versuch, alle Schwächen zu identifizieren und sich in Richtung der Systemreformen zu begeben. Jede Gesellschaft neigt dazu, sich zum Besseren zu ändern, sie muss freie, objektive und professionelle Medien haben.

Im Ziel der Lösung der Identitätskrise des Journalistenberufs, der Herstellung von professionellen Standards, des Kodex und des Versuchs, für die giftige Medienszene ein wirksames Gegengift zu benutzen, wurde eine Medienplattform gebildet unter dem Namen New Independent Multimedia Network & Campus. Nach durchgeführten Analysen und Forschungen, in deren Rahmen die Medienvereinigungen und Organisationen dieser Initiative Anregung gaben, ist man zu dem Beschluss gekommen, dass auch neben dem formalen Bestehen zahlreicher Berufsverbände, Vereine, Netzwerke und nichtstaatlicher Organisationen die Rückkehr der Autorität und des Rufs des Journalistenberufs nur Journalisten erzielen können und zwar durch gewidmete, engagierte und professionelle Arbeit, befreit von dem Einfluss jeglicher Regierung, politischer Faktoren, des Finanzkapitals, der Lobbygruppen und Individuen.

In diesem Sinne besteht die Absicht, dass neben der Affirmation und der Wiederherstellung des guten Rufs dem Journalistenberuf, parallel dazu die Bildung und die Affirmation neuer Generationen von Journalisten durchgeführt wird, die konfrontiert sind mit finanziellen, politischen und anderen Interessen, die die Unabhängigkeit und die Autonomie ihres Berufs gefährden. Unser Ziel ist es, all diejenigen zu versammeln, die die Unabhängigkeit nicht der Unverantwortlichkeit gleichstellen, die dazu bereit sind, sich mit persönlichem Beispiel und mit Arbeit der Oberflächlichkeit, dem Sensationalismus, der Beschuldigung ohne Tatsachen und Beweise zu widersetzen. Es wurde Platz gemacht für Journalisten, die an einer gründlichen und fachlichen Bearbeitung von Themen interessiert sind, aber auch für alle Bürger, die bereit sind, durch Vorschläge, durch das Senden von relevanten Informationen zur Arbeit dieser neuen Netzwerke beizutragen.

Zahlreiche Analysen einzelner Geschehnisse aus der neueren politischen Geschichte betonten den bedeutenden Einfluss der Medien auf den realen Geschehnissverlauf, beziehungsweise den Missbrauch der Macht des öffentlichen Wortes mit tragischen Folgen. Eines der Ziele dieses Projekts ist, dass solche Situationen nie wieder vorkommen, beziehungsweise dass diejenigen Medienangestellten enthüllt werden, die dies nicht und dass dem Journalismus gleichzeitig die Rolle, die ihm in der demokratischen Gesellschaft zusteht, zurückgegeben wird.